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1
00:00:06.260 --> 00:00:14.950
Herzlich willkommen zum Heidelberger Bildungspolitischen
Gespräch.  Ich freue mich sehr, Sie heute
hier begrüßen zu dürfen.  Das

2
00:00:14.950 --> 00:00:24.350
Vorbereitungsteam und die Hochschulleitung
sind ganz glücklich über den vollen Festsaal.
Das ist einfach ein Zeichen.  Wir beschäftigen
uns

3
00:00:24.350 --> 00:00:33.360
mit Demokratie und das ist einfach etwas, was
Mut macht,  hier all die Personen zu sehen,
Zuversicht auch mit Blick auf die Zukunft gibt.

4
00:00:33.580 --> 00:00:43.130
Ich begrüße alle Kolleginnen und Kollegen
im Haus und ich begrüße alle Gäste sehr
herzlich. Ich begrüße die VertreterInnen
aus Politik,

5
00:00:43.130 --> 00:00:52.340
Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft und der
Presse.  Also herzlich willkommen hier zum
Heidelberger Bildungspolitischen Gespräch.
Und

6
00:00:52.340 --> 00:01:01.000
ich begrüße stellvertretend und ganz besonders
unsere Bürgermeisterin Stefanie Jansen.  Wir
freuen uns sehr, dass du heute hier bist und

7
00:01:01.000 --> 00:01:04.000
teilnimmst am Gespräch an der Veranstaltung.

8
00:01:05.000 --> 00:01:07.000
Vielen Dank.

9
00:01:07.000 --> 00:01:09.000
Vielen Dank.

10
00:01:11.000 --> 00:01:19.000
Aber ganz besonders begrüße ich die Studierenden
hier in der Festhalle, oben im Hörsaal und
möglicherweise auch noch zu Hause an

11
00:01:19.000 --> 00:01:27.000
den Bildschirmen. Es ist wirklich wichtig,
dass Sie heute hier sind, denn Sie sind die
Zukunft. Es nützt nichts, wenn wir hier als
ältere

12
00:01:27.000 --> 00:01:35.000
Menschen irgendwie vorne über Demokratie sprechen,
sondern Sie müssen dabei sein. Sie haben es
in der Hand und wir wollen Sie gerne

13
00:01:35.000 --> 00:01:44.000
unterstützen und mit Ihnen sprechen. Wir wollen
Sie hören. Wir wollen Ihre Auffassungen kennenlernen.
Und es ist ganz toll, dass Sie heute

14
00:01:44.000 --> 00:01:48.000
alle hier sind. Und ich glaube, das braucht
mal richtig großen Applaus.

15
00:01:49.000 --> 00:01:51.000
Vielen Dank.

16
00:01:51.000 --> 00:01:54.000
Vielen Dank.

17
00:01:56.000 --> 00:02:06.000
In unserer Arbeitsgruppe, in unserem Vorbereitungsteam,
wo wir uns mit der inhaltlichen Ausrichtung
beschäftigt haben, ich nenne mal

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00:02:06.000 --> 00:02:16.000
namentlich in alphabetischer Reihenfolge die
Beteiligten.  Ich hoffe, dass ich das gut hinkriege.
Dennis Dietz, Hava Engin, Thomas

19
00:02:16.000 --> 00:02:26.000
Renkert, Christian Rieth und Daniel Vetter.
Ich sehe ihn jetzt nicht. Wir waren in der
Vorbereitung zusammen und haben überlegt,
wie

20
00:02:26.000 --> 00:02:32.000
können wir das Heidelberger Bildungspolitische
Gespräch in diesem Jahr ausrichten.

21
00:02:32.000 --> 00:02:41.000
Und wir waren uns schnell klar, dass wir an
das Thema vom letzten Jahr anknüpfen wollen,
an das Thema Demokratie.  Letztes Jahr haben
wir

22
00:02:41.000 --> 00:02:50.000
Demokratiebildung zum Thema gemacht und in
der Diskussion entstand schnell das Thema Vertrauen.
Es muss um Vertrauen gehen, Vertrauen in die

23
00:02:50.000 --> 00:03:00.000
demokratischen Institutionen, Vertrauen in
die demokratischen Strukturen.  Und das betrifft
vor allem die Gruppe, die irgendwie dazwischen
steht,

24
00:03:00.000 --> 00:03:09.000
die vielleicht schon in Zweifeln gekommen sind,
die unsicher sind, auf welche Seite sie sich
stellen sollen.  Und da müssen wir ansetzen.
Mit

25
00:03:09.000 --> 00:03:12.000
ihnen müssen wir ins Gespräch kommen.

26
00:03:12.000 --> 00:03:22.000
Und dann war uns auch klar, wichtig sind die
Kinder und Jugendlichen.  Sie sind diejenigen,
die dann weitergehen, in die Zukunft gehen
und sie

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00:03:22.000 --> 00:03:32.000
wachsen auf in einer krisenbelasteten Situation,
in einem Klima, was ja teilweise auch pessimistisch
stimmt.  Vielleicht sind sie auch

28
00:03:32.000 --> 00:03:43.000
von pessimistischen Erwachsenen umgeben und
sie sind vor allem zeitlich sehr ausgeweitet
in den digitalen Medien unterwegs.  Und dort
begegnet

29
00:03:43.000 --> 00:03:54.000
ihnen vieles. Da begegnet ihnen Hass und Hetze.
Da begegnet ihnen Pseudowissenschaft.  Da begegnet
ihnen Diskriminierung und Rassismus. Und da
ist es

30
00:03:54.000 --> 00:03:57.000
wichtig anzusetzen, zu überlegen,

31
00:03:57.000 --> 00:04:07.000
wie können wir die Kinder und Jugendlichen
erreichen, wie können wir Räume und Gelegenheiten
schaffen,  miteinander ins Gespräch

32
00:04:07.000 --> 00:04:18.000
zu kommen, Demokratie zu leben, zu erleben,
Demokratie zu stärken.  Und das waren so unsere
Teils, unsere Überlegungen für die Konturierung

33
00:04:18.000 --> 00:04:18.000
des Themas.

34
00:04:18.000 --> 00:04:31.000
Und wir freuen uns sehr, dass wir dazu zwei
sehr renommierte ExpertInnen gewonnen haben.
Ich begrüße sehr herzlich den Vizepräsidenten
des

35
00:04:31.000 --> 00:04:40.000
Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow.  Herzlich
willkommen. Danke, dass Sie heute hier sind.

36
00:04:40.000 --> 00:04:41.000
Vielen Dank.

37
00:04:41.000 --> 00:04:43.000
Vielen Dank.

38
00:04:43.000 --> 00:04:45.000
Vielen Dank.

39
00:04:45.000 --> 00:04:57.000
Und ich begrüße Eva Winkler, Professorin
für Translationale Medienmedizinethik an der
Universität Heidelberg.  Und sie ist Leiterin
des

40
00:04:57.000 --> 00:05:06.000
im letzten Jahr gegründeten Zentrums für
Medizin und Datenethik.  Herzlich willkommen,
Frau Winkler.

41
00:05:09.000 --> 00:05:17.000
Herr Ramelow vertritt, sage ich mal, das Arbeitsfeld
Politik.  Frau Winkler, den Arbeitsbereich
Wissenschaft.  Beides ganz zentrale

42
00:05:17.000 --> 00:05:26.000
Themen mit Blick auf die Zukunft der Demokratie.
Und ich danke Ihnen, dass Sie uns beide zunächst
einführen und dann mit uns ins Gespräch kommen.

43
00:05:26.000 --> 00:05:34.000
Vielen Dank für diese Möglichkeit.  Und nicht
zuletzt zu vergessen Armin Himmelrath, unser
bewährter Moderator, Bildungs- und

44
00:05:34.000 --> 00:05:43.000
Wissenschaftsjournalist vom Spiegel.  Herzlich
willkommen. Sie sind jetzt zum vierten Mal
hier. Letztes Jahr haben Sie schon von Tradition

45
00:05:43.000 --> 00:05:52.000
gesprochen. Ich erinnere mich noch.  Also jetzt
sind Sie wieder hier.  Und es ist ganz wunderbar,
dass Sie uns wieder durch den Nachmittag führen

46
00:05:52.000 --> 00:05:54.000
in Ihrer ganz besonderen,

47
00:05:54.000 --> 00:06:02.000
besonderen Art mitreißend und herausfordernd
und aber auch unterhaltsam. Ich danke Ihnen
sehr und übergebe Ihnen nun das Mikrofon.

48
00:06:02.000 --> 00:06:08.000
Vielen Dank.

49
00:06:09.000 --> 00:06:17.000
Ja, herzlichen Dank, Frau Fach. Sie haben die
Hürde natürlich jetzt extrem hochgelegt.
Das mit der Tradition kommt daher, dass ich
aus Köln

50
00:06:17.000 --> 00:06:24.000
komme oder in Köln sitze und da sagt man das,
Primaul ist Tradition und so ist das dann hier
halt auch jetzt schon tief traditionell, das

51
00:06:24.000 --> 00:06:32.000
vierte bildungspolitische Gespräch, Heidelberger
bildungspolitische Gespräch.  Demokratie,
Vertrauen als Auftrag, darüber wollen wir
reden,

52
00:06:32.000 --> 00:06:40.000
aber wir müssen natürlich auch so ein paar
organisatorische Dinge klären und einer besteht
darin, dass ich Sie darauf hinweise.

53
00:06:40.000 --> 00:06:47.000
dass diese Veranstaltung gestreamt wird. Von
daher an dieser Stelle einen ganz ganz herzlichen
Gruß an diejenigen, die uns entweder im Hörsaal

54
00:06:47.000 --> 00:06:54.000
222 zuschauen, das ist eine Etage höher, glaube
ich, oder diejenigen, die über andere Geräte
dabei sind, auch an Sie ein herzliches Willkommen.

55
00:06:54.000 --> 00:07:01.000
Vielleicht kann so die vordere Hälfte des
Saals sich mal rumdrehen und in die Mittelkamera
winken, damit die Kolleginnen und Kollegen,
die zuschauen,

56
00:07:01.000 --> 00:07:03.000
das machen Sie alle sehr gut, ja.

57
00:07:03.000 --> 00:07:12.000
Aktivierende Maßnahme, Pädagogik, Sie kennen
das, ich habe auch mal Lehramt studiert. Ja,
genau, ich muss Sie darauf hinweisen, es wird

58
00:07:12.000 --> 00:07:21.000
gestreamt und aufgezeichnet, der erste Teil
der Veranstaltung.  Das heißt, da wo wir ins
Thema eingeführt werden, wo wir erste Gedanken

59
00:07:21.000 --> 00:07:30.000
bekommen, wo wir Fundamente legen und der zweite
Teil wird auch gestreamt, dann aber nicht mehr
hinterher zur Verfügung gestellt, also der
ist

60
00:07:30.000 --> 00:07:35.000
live einmal verfügbar, heißt aber für Sie,
wenn Sie sich im zweiten Teil

61
00:07:35.000 --> 00:07:43.000
Diskussionsteil einmischen wollen, dann seien
Sie sich bewusst, dass das gesehen  werden
kann. Wenn Sie also zu Hause erzählt haben,
ich bin jetzt

62
00:07:43.000 --> 00:07:51.000
eine Woche  auf Mallorca und schieße mir mit
meinen Kumpels die Rübe weg und Sie wollen
nicht, dass Ihre Mitbewohnerin oder Ihr

63
00:07:51.000 --> 00:07:59.000
Mitbewohner weiß, dass Sie in Wirklichkeit
über Demokratiepädagogik diskutieren, dann
beteiligen Sie sich am besten nicht.  Ansonsten
gehen Sie

64
00:07:59.000 --> 00:08:01.000
dieses Risiko ein. Dieser Hinweis einfach

65
00:08:02.000 --> 00:08:04.000
Sie sind dann selbst schuld quasi.

66
00:08:04.000 --> 00:08:11.000
Ja, genau, damit wäre zumindest der formale
Teil erstmal geklärt.

67
00:08:11.000 --> 00:08:18.000
Ja, dann sind wir beim Thema und es gibt so
ein paar Stichworte. Ich weiß nicht, inwieweit
Sie sich schon mal bei der Verankündigung
der

68
00:08:18.000 --> 00:08:22.000
Veranstaltung auf der Seite umgeschaut haben,
so einen

69
00:08:22.000 --> 00:08:30.000
Thema, was dort aufgeworfen wird, ist ja, was
sind eigentlich die Bedingungen für Vertrauen
und, Klammer auf, auch Misstrauen, Klammer
zu,

70
00:08:30.000 --> 00:08:39.000
wenn wir über Demokratie reden, wenn wir über
das Miteinander reden, unsere beiden Gäste
heute kommen ja beide aus Arbeitsfeldern.

71
00:08:39.000 --> 00:08:46.000
in denen Sie persönlich sehr stark auch einen
Input auf Ethik legen,  also auf die Frage,
was ist da eigentlich so an Wertegerüst noch

72
00:08:46.000 --> 00:08:53.000
dahinter,  was spielt da noch eine große Rolle
mit, auch wieder aus unterschiedlicher Perspektive,
aber ich glaube, das wird sich

73
00:08:53.000 --> 00:09:01.000
gleich ganz wunderbar ergänzen.  Und Sie können
gerne auch schon jetzt während der Vorträge
sich die eine oder andere Idee  entweder notieren
oder

74
00:09:01.000 --> 00:09:08.000
einfach merken, mit der Sie sich dann gleich
vielleicht in die Diskussion einschalten,
denn wir werden im zweiten Teil tatsächlich
in der Art

75
00:09:08.000 --> 00:09:16.000
einer Fishbowl,  so ganz Fishbowlig ist es
nicht, es ist eher so eine Bühnenbowl,  werden
wir dann die Möglichkeit haben, dass Sie sich
einfach mit

76
00:09:16.000 --> 00:09:24.000
in die Diskussionsrunde reinsetzen,  diskutieren,
Ihren Punkt bringen oder auch zwei Punkte und
dann werden wir da so ein bisschen Dynamik
drin haben.

77
00:09:24.000 --> 00:09:29.000
Also wenn Sie Ideen haben dafür, gerne schon
mal merken und notieren.

78
00:09:31.000 --> 00:09:38.000
Damit kommen wir zu Eva Winkler, die den Auftakt
macht. Ich freue mich sehr, dass Sie da sind.
Frau Winkler, ich freue mich auch persönlich,
dass wir

79
00:09:38.000 --> 00:09:46.000
uns hier wiedersehen.  Und Sie sind ja eben
schon vorgestellt worden in den Funktionen,
die Sie an der Universität haben.  Also als
Prodekanin für

80
00:09:46.000 --> 00:09:53.000
Digitalisierung sind Sie dort in der Medizinischen
Fakultät, sind Direktorin des Instituts für
Medizin und Datenethik.

81
00:09:53.000 --> 00:10:00.000
engagieren sich aber natürlich auch darüber
hinaus ja noch in diesem Feld, unter anderem
im Deutschen Ethikrat, wo Sie im Vorstand mit
dabei

82
00:10:00.000 --> 00:10:07.000
sind, Vizepräsidentin der Akademie für Ethik
in der Medizin. Sehr ethiklastig, sage ich
mal, das gehört zu Ihrer Berufsbeschreibung.
Ich bin

83
00:10:07.000 --> 00:10:15.000
gespannt, wie Sie den Bogen schlagen von der
Ethik sozusagen zur Erziehung, denn die schwingt
ja hier immer so ein bisschen mit, wobei Erziehung

84
00:10:15.000 --> 00:10:16.000
mittlerweile auch ein

85
00:10:16.000 --> 00:10:24.000
Begriffes, über den man diskutieren kann,
sagen wir bis zur Begleitung von Menschen,
die sich weiterentwickeln.  Und wir freuen
uns sehr auf

86
00:10:24.000 --> 00:10:26.000
Ihren Vortrag und den Input.

