Negation in der Deutschen Gebärdensprache: Untersuchung manueller und non-manueller Negationsmarker

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Das Thema meiner Bachelorarbeit ist die Untersuchung des linguistischen Bereichs der Negation in der deutschen Gebärdensprache (DGS).

In der DGS gibt es drei verschiedene Formen der Verneinung: Es gibt die manuelle Negationsformen bei welcher durch manuelle Gebärden wie NICHT, KEINE, DARF-

NICHT eine Aussage verneint wird. Eine weitere ist die Form der non-manuellen Negation. Hier wird durch Mimik,

Oberkörperbewegung und Kopfbewegungen, wie Kopfschütteln, negiert. Ebenfalls ist es möglich durch eine Kombination aus manuellen und non-manuellen

Markern zu verneinen. Hier wird simultan zur Realisierung der manuellen Negationsgebärde eine non-manuelle Komponente, wie ein Kopfschütteln, ausgeführt.

Mit der Forschung meiner Bachelorarbeit wollte ich herausfinden, ob die Form der DGS- Negation in einem Zusammenhang mit spezifischen kommunikativen Situationen

stehen. Aus diesem Grund habe ich folgende drei Kommunikationssituationen festgelegt: dialogische, narrative und erklärende Settings.

Für jedes der Settings wurde videobasiertes Datenmaterial aus öffentlich zugänglichen Internetquellen herausgesucht und kategorisiert. Das Videomaterial wurde transkribiert,

annotiert und analysiert. Durch dieses Verfahren konnten Negationssequenzen identifiziert werden. Innerhalb der Kommunikationssituationskategorien wurden die gefundenen Negationssequenzen erneut in die Negationsformen manuell, non-manuell und Kombination kategorisiert.

 

Insgesamt wurden 356 Negationssequenzen identifiziert und ausgewertet. In den dialogischen Kommunikationssettings konnten die meisten Negationssequenzen (182)

identifiziert werden. In den narrativen Videomaterial wurden 117 Sequenzen ausgewertet und in den erklärenden waren es 57. Die dialogischen sowie die narrativen Settings zeigten eine hohe Dichte an kombinierter Negation auf. In den erklärenden Kommunikationssituationen wurde am häufigsten

durch eine manuelle Form negiert.

Die hier durchgeführten Untersuchungen und Auswertungen zeigen einen Zusammenhang der DGS-Negation mit spezifischen kommunikativen Situationen. Die Negation in der Deutschen Gebärdensprache zeigt in der Untersuchung eine Flexibilität sowie eine Anpassungsfähigkeit an diverse Kommunikationssituationen auf.